Wahlkreis 42: Stadt Hannover II

Bei der Bundestagswahl am 24. September 2018 konnte ich den Wahlkreis 42, Stadt Hannover II, als Kandidatin mit 33,7 % der Erststimmen für die SPD direkt gewinnen.

Der Wahlkreis umfasst in etwa die südliche Hälfte Hannovers mit den Stadtteilen Ahlem, Badenstedt, Bemerode, Bornum, Bult, Calenberger Neustadt, Davenstedt, Döhren, Herrenhausen, Kirchrode, Limmer, Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd, Mitte, Mittelfeld, Mühlenberg, Nordstadt, Oberricklingen, Ricklingen, Seelhorst, Südstadt, Waldhausen, Waldheim, Wettbergen, Wülfel und Wülferode.

Seit 1949 wurde der Wahlkreis bei allen 19. Bundestagswahlen von den Direktkandidaten der SPD gewonnen. Meine Vorgängerinnen und Vorgänger als Vertreterinnen Hannovers in Bonn und später Berlin waren die ehemaligen SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher (1949-1952) und Erich Ollenhauer (1953-1965), sowie die früheren Bundesminsterinnen Helmut Rohde (1965-1987, MdB seit 1957) und Edelgard Bulmahn (1987-2017).


Mein Wahlkreis umfasst 27 Stadtteile in 9 Stadtbezirken. Von den 275.000 Menschen in meinem Wahlkreis sind 193.000 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt.

Ich bin in Hannover geboren, habe an der Leibniz Universität Hannover Chemie studiert und in meiner Heimatstadt lange gearbeitet. Auch wenn mich mein späterer beruflicher Werdegang in andere Städte geführt hat, so war mein Zuhause, mein Lebensmittelpunkt, immer Hannover. Ich habe auch durchgehend in meinem jetzigen Wahlkreis gewohnt, ich schätze die Vielseitigkeit und die hohe Lebensqualität in den unterschiedlichen Quartieren.

Mein „persönlicher Kiez“ ist Linden-Limmer, gelegen im Westen Hannovers, in dem ich seit langem wohne. Hier lebt man nach dem Motto „leben und leben lassen“. Ein „bunter Stadtbezirk“, der sich durch eine Vielzahl kultureller Aktivitäten, einer Unmenge von sozialen Initiativen und ein starkes bürgerschaftliches Engagement auszeichnet. Vereine, Musikclubs und auch Kleinkunstbühnen; das friedliche Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, im Sommer auch gern unkompliziert auf Brücken und Wiesen am Leineufer, und nicht zuletzt die höchste „Kioskdichte“ Deutschlands – all das prägt die Stadtteile Lindens. In Limmer ist die sogenannte Wasserstadt im Entstehen. Wie viele Menschen im Kiez bin auch ich gespannt darauf, wie sie am Ende aussehen wird.

Quasi im Drei-Länder-Eck von Linden-Limmer, Südstadt und Calenberger Neustadt liegt das Stadion von Hannover 96, aber die Stadtteile Mitte und Calenberger Neustadt haben noch viel mehr zu bieten. Wie es der Name „Mitte“ vermuten lässt umfassen sie den ursprünglichen historischen Kern Hannovers mit der bekannten Marktkirche und eine Erweiterung der Grenzen im 17. Jahrhundert (Neustadt). Umgeben werden beide Stadtteile von den Flüssen Ihme und Leine. Nach der fast vollständigen Zerstörung der Stadtmitte im Zweiten Weltkrieg, wurde nach 1945 eine moderne, aber architektonisch eher reizlose Innenstadt geschaffen. Hier findet sich das Regierungsherz sowohl der Stadt, mit Altem und Neuem Rathaus, als auch des Landes, mit Landtag und den Ministerien. Ebenfalls ihren Platz dort haben zentrale kulturelle Einrichtungen von Bedeutung, wie die Oper und das Schauspielhaus. In der Altstadt findet zudem wöchentlich einer der ältesten bundesdeutschen Flohmärkte statt.

Im Südwesten Hannovers liegen die fünf Stadtteile Ricklingens. Die großen und für die Bevölkerung leicht zu erreichenden Grün- und Erholungsflächen prägen den Stadtbezirk. Die nicht nur bei den Ricklingern selbst beliebten Ricklinger Kiesteiche, umfangreiche und gepflegte Kleingartenanlagen und die weiträumigen Grünflächen am Mühlenberg gehören zu wichtigen Naherholungsgebieten Hannovers. Der kulturelle Lebensmittelpunkt ist unbestritten das Stadtteilzentrum mit jährlich vielen Besuchern.

Bei der dicht besiedelten Südstadt handelt es sich um den größten Stadtbezirk im Wahlkreis mit den meisten BewohnerInnen. Es haben sich dort viele kleine und mittlere Betriebe angesiedelt und es gibt die meisten Schulen im Vergleich zum gesamten Stadtgebiet, denn inzwischen leben wieder viele junge Familien in der Südstadt. Auch der über die Grenzen der Stadt bekannte Maschsee, ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel für Jung und Alt, findet sich hier. Durch das alljährliche Maschseefest und seinen rund 2 Millionen Besuchern ist er weit über die Grenzen Hannovers bekannt.

Die Leibniz Universität Hannover, mitten an den ehemals königlichen Gärten Georgen-, Prinzen- und Welfengarten gelegen, prägt auf vielfältige Weise das Leben in der Nordstadt. In dem studentisch geprägten Wohnviertel sorgen zahlreiche Kneipen, Restaurants und Cafés für ein weltoffenes und entspanntes Flair. Mit dem Kreativzentrum Hafven finden Start-ups Raum für neue Ideen und den dafür nötigen Platz an einem Ort.

Kirchrode-Bemerode-Wülferode (KiBeWü) erstreckt sich flächig im Südosten bis zum Rande der Stadt. Neben erstklassigem Wohnungsbestand gibt es ausgeprägte Grün- und Waldflächen, wie z.B. den großen Tierpark. Auch Landschaftsschutzgebiete finden sich hier. Die im Stadtbezirk ansässige Tierärztliche Hochschule genießt europa- und weltweit ein hohes Ansehen.

Im Süden meines Wahlkreises findet man Döhren-Wülfel. Rund um den Fiedelerplatz im Zentrum des Stadtbezirks gibt es viele Wohnhäuser aus der Gründerzeit. Jeden Dienstag findet dort der beliebte Bauernmarkt statt und lädt zum gucken, schlendern und probieren ein. Wülfel selbst hat den Charme eines Dorfes mitten in der Stadt: alles ist (städtisch) gut erreichbar und trotzdem hat man immer das Gefühl von dörflicher Gemeinschaft. Noch etwas weiter im Süden liegt dagegen die hannoversche Messe, mit einem der größten Messegelände der Welt. Hier werden unter anderem die weltweit größte Industriemesse „Hannover-Messe“ und die CeBIT, führende Schau für Computertechnologie, veranstaltet. Im Jahre 2000 diente das Gelände zur Ausrichtung der Weltausstellung EXPO.

Ganz im Westen liegt der Stadtbezirk Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Er bildet sich aus den drei ehemaligen Dörfer Ahlem, Badenstedt und Davenstedt, die ihm auch den umgangssprachlichen Namen „Ahbada“ geben. Sowohl der Ahlemer Rathausplatz mit dem angegliederten kleinen Park als auch der Davenstedter und der Badenstedter Markt bieten schöne Begegnungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten im direkten Wohnumfeld. Und auch zeitgeschichtlich wird in „Ahbada“ ein wichtiger Beitrag geleistet: Die Gedenkstätte Ahlem hat es sich zur Aufgabe gemacht an die Schrecken des Dritten Reiches erinnern.

Im Stadtteil Herrenhausen, benannt nach der Sommerresidenz der Welfen, dem Schloss zu Herrenhausen, kann der Besucher die weltberühmten Herrenhäuser Gärten bewundern. Der Große Garten zählt zu den bedeutendsten Barockgärten Europas, im Berggarten warten in zahlreichen Gewächshäusern und in einem Sea-Live-Aquarium viele tierische und botanische Attraktionen auf Gäste.