Femizide benennen – Geschlechtsspezifische Gewalt bekämpfen!

Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland getötet – von ihrem Partner oder Ex-Partner. Auf meine Initiative hat die SPD-Bundestagsfraktion daher ein Positionspapier verabschiedet: „Femizide benennen – Jegliche Form geschlechtsspezifischer Gewalt bekämpfen“.

Tötungsdelikte von Frauen werden leider immer noch als tragische Einzelfälle und „Beziehungstaten“ oder „Trennungstötungen“ verharmlost. In der Rechtsprechung wirken sich diese „Tatumstände“ oft sogar strafmildernd beim Strafmaß aus. Dabei basieren sie auf patriarchalen Rollenvorstellungen und Besitzstandsansprüchen. Deshalb fordern wir neben einer Sensibilisierung der Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden, entsprechende Klarstellungen im Strafrecht. Die Tötung einer Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner ist Mord (!) und muss auch als solches geahndet werden. Letztlich müssen wir vorallem dafür sorgen, dass es gar nicht dazu kommt. Jeder Tötung geht in der Regel eine Zeit der Gewalt oder des Stalkens voraus. Der Schutz von Frauen, die solchen Bedrohungen ausgesetzt sind, muss ausgebaut werden.

Hier finden Sie das Positionspapier zum Download: Positionspapier Femizide benennen