Kabinett beschließt Rentenerhöhungen – Ärgerliche Behauptungen von Prof. Axel Börsch-Supan zu Koalitionsvorhaben

Gute Nachrichten für über 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner: Die Bundesregierung hat heute beschlossen, die Renten zu erhöhen. Zum 1. Juli 2018 wird die Rente in Westdeutschland um 3,22 Prozent und in den neuen Ländern sogar um 3,37 Prozent steigen.

Umso ärgerlicher ist, dass sich ausgerechnet heute Prof. Axel Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut zu den weiteren Rentenplänen der Koalition in unzutreffender Art äußert.

Es ist in höchstem Maße doppelzüngig, an einem Tag lautstark über Altersarmut zu jammern und am nächsten Tag die Unfinanzierbarkeit einer Stabilisierung unseres Rentensystems zu postulieren. Es wird weder eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Stabilisierung von Beiträgen und Rentenniveau, noch eine Erhöhung des Renteneintrittsalters geben.

Eine solche Art der Panikmache und des Angstschürens steht einem anerkannten Wissenschaftler wie Herrn Prof. Börsch-Supan und einer renommierten Einrichtung wie dem
Max-Planck-Institut nicht gut zu Gesicht.
Der demografische Wandel ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss als solche begriffen und angepackt werden. Genau das tut die Bundesregierung mit dem  heutigen Kabinettsbeschluss und ihren weiteren Rentenplänen.

Die vereinbarte „doppelte Haltelinie“ wird zukünftig dafür sorgen, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinkt, während gleichzeitig der Rentenbeitragssatz, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber hälftig zahlen, nicht über 20 Prozent steigen kann. Das ist praktizierte Generationengerechtigkeit.

Selbstverständlich werden wir die Finanzierung unseres solidarischen Rentensystems in Zukunft mit einem höheren Steuerzuschuss sicherstellen müssen. Dafür bedarf es einer innovationsfähigen Wirtschaft, guter Löhne und ausreichender Rekrutierung und Aufbau von Fachkräften – auch aus dem Ausland.

Damit stellen wir auch in 20 oder 40 Jahren eine gute Rente für alle sicher. Die Fantasie der SPD reicht jedenfalls weiter, als das verengte Bild in der Studie von Herrn Prof. Börsch-Supan uns glauben machen soll. Politik ist eben mehr als rein mathematische Hochrechnung.